Ürner Tytsch (Urner Deutsch)

Folgende Urner Ausdrücke
sind in der Neuen Urner
Zeitung erschienen:

«Spargamäntä»

Helen Busslinger-Simmen
E s ist nicht klar, woher das Wort kommt. Es verspricht alles andere als Ruhe. Eher Unruhe, Probleme – das Wort drückt etwas Quirliges aus, vielleicht auch Energie. Es kann auch etwas Bedrohliches gemeint sein, «Spargamäntä» wird es bei der Sawiris-Skiarena in Andermatt noch «boodelos» viele geben – ein solches Projekt gab es im Bergkanton noch nie.

Trotz denvorliegenden genauen Plänen kann man es sich kaum vorstellen, dass im vorher beschaulichen Bergdorf 20 bis 30 Villen stehen werden, dazu 42 Häuser mit einer Vielzahl von Appartements und Wohnungen. Dazu kommen Kongress- und Sportzentren und Wellness-Bereiche: All das, was Feriengäste mit unglaublich viel «Chlitter» (Geld) zu brauchen scheinen.

Klar ist,dass die Reaktionen so verschieden sind, wie sie nur sein können. «Summi» (manche) sind kritisch-abwartend, «summi» begeistert, «summi» finden Bauten und Anlagen überrissen, wider das Menschenmögliche. Dem genialen Draufgänger und Charmeur Sawiris, der mit Arbeitern zusammen die Bratwurst von Hand isst, kann man nicht viel vorwerfen. Er hätte seine Millionen auch anders anlegen können.

Besonnene politischeKreise und Urner und Urnerinnen mahnen zur «Giduld» und zu einem langsamen Vorgehen. «Syyferli» soll Neu-Andermatt entstehen. Bis es so weit sein wird, gibt es wohl noch «Spargamäntä» in vielen Bereichen. Die unumgänglichen Problemfelder können die Garantie sein für ein einen sinnvollen Weg zum erhofften Aufschwung im Bergtal.

Es ist verständlich,dass man in Andermatt nach der Planungszeit bald etwas vom Milliardenprojekt sehen will. Neugierig, gwunderfixig auf das neue Urserental sind wir ja alle.