Rausch der Farben

Spannendes aus dem Limmattal

Folgende Porträts erschienen
im Limmattaler Tagblatt:
Rausch der Farben

Im Rausch der Farben

Schlieren Kunstausstellung „Farbträume“ im Spital Limmattal

In der Eingangshalle des Spitals sind grossflächige farbige Bilder von Gisela Zimmermann zu bewundern. Als kräftige Farbtupfer im „Weiss des Spitals“ verfehlen sie ihre Wirkung nicht.

Helen Busslinger-Simmen
Wer sich an trüben Tagen in der Eingangshalle des Spitals umschaut, wird fast geblendet von starken Farben: Grelle Rottöne, strahlendes Gelb, Blau in allen Schattierungen, Giftgrün, Rosa, Violett und Lila – keine Farbnuance scheint zu fehlen. Hier stellt die Dietikerin Gisela Zimmermann aus, - die Ausstellung wirkt fröhlich. Die Künstlerin sagt auf Anfrage, sie gebe beim Malen als Amateurin immer auch ihren Gefühlen Ausdruck: „Ich bin ein ziemlich fröhlicher Mensch.“ Es freut sie denn auch, dass ihre Bilder bei Patienten im Spital positive Reaktionen auslösen, wie ihr mehrmals berichtet wurde.

Inspirationen auf Reisen

Zwischen den farbigen Acrylbildern fallen die Bilder in Goldtönen auf, die aus einer andern Welt zu sein scheinen. Manche Bilder geben ihre Geheimnisse nicht sofort preis: Etwa „Rot frisst Gold“ oder „Das gläserne Auge“. Gisela Zimmermann: „Arabische und asiatische Länder ziehen mich magisch an, und hier hole ich mir regelmässig neue Impulse.“ Mindestens zweimal im Jahr begibt sie sich auf Reisen, schaut sich um, lässt sich überraschen und kommt mit einer Fülle von Eindrücken nach Hause, die sie umgehend in Farben umsetzt. Die Titel einiger Bilder zeugen von ihrer Reisetätigkeit, etwa „Im Banne der Wüste“, „Meereswogen“, „ Der Wal“.

Gisela Zimmermann ist in Augsburg geboren und kam vor Jahren in die Schweiz, um hier als technische Zeichnerin zu arbeiten. Gemalt hat sie schon als Kind, aber erst nach ihrer Pensionierung fand sie Zeit und Musse, sich ganz ihrem Hobby zu widmen: „Ich geniesse es, beim Malen mich ganz frei zu fühlen, keiner Kunstrichtung verpflichtet zu sein und das zu gestalten, was mich bewegt“, sagt sie dazu. Alltägliche Naturerlebnisse inspirieren sie: Sie sieht das Grosse im Kleinen und scheut sich nicht, auch Blumen und Tiere zu malen. Aber sie blendet die dunklen Seiten des Lebens nicht aus und malt Passionsbilder, Irrwege und „Die aufgefangenen Tränen von Fatima“.