Uri – auch fürs Reiten goldrichtig

In Uri heimisch geworden

Folgende Porträts sind in der
Neuen Urner Zeitung erschienen:
Corinne Pils

Uri – auch fürs Reiten goldrichtig

Corinne Pils ist mit ihren Pferden hier zuhause

Es heisst, im Kanton Uri könne man jede Art Sport betreiben, und dabei denkt man an vor allem an Berg- und Wassersport. Aber man kann auch Pferdesport betreiben, wie die nach Flüelen gezogene Corinne Pils erfährt. r

Helen Busslinger-Simmen
Sie hat schon oft gezügelt, und an jedem Ort konnte die gebürtige Ostschweizerin Corinne Pils ihre Freude am Reiten ausleben. Denn ihre Begeisterung für Pferde trägt sie von klein auf in sich. Als sie in den Kanton Uri umzog, suchte sie nach Reitmöglichkeiten, zuerst erfolglos.

Als sie ihr jetziges Pferd „Arlette“ kennen lernte, kaufte sie es kurz entschlossen und fand hier schnell einen Pensionsstall: „Der Pferdestall Islern der Familie Dittli in Attinghausen ist vorbildlich, hier stehen neben ‚Arlette’ über zwanzig andere Pferde. Reiten und Pferdehaltung ist im Kanton Uri sehr gut möglich.“

Natur, Pferd und Reiter im Einklang

In manchen Ausbildungen zur Reitlehrerin sowie bei andern Begegnungen hatte Corinne Pils erlebt, dass Pferde oft nicht artgerecht behandelt werden. In Weiterbildungskursen lernte sie das Reiten nach klassischen Grundsätzen kennen. Man betrachtet hier das Pferd als Partner und führt es sanft und ohne Gewalt. Corinne Pils: „Diese Art der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Pferd entspricht mir, weil beide davon profitieren. Pferd und Mensch sind im Einklang und fühlen sich wohl.“

Was lag näher, als auch im Kanton Uri Reitunterricht anzubieten. „Ich stelle professionell ausgebildete Pferde zur Verfügung, damit meine Reitschülerinnen und –schüler optimal profitieren können. Mein Pferd ‚Arlette’ eignet sich sehr gut für Reitstunden. Als Verstärkung habe ich den Wallach ‚Arthos’, auch er ist ein ausgezeichneter Lehrmeister.“

Natürlich gibt es im Kanton Uri nicht so viele Reitwege wie etwa im Jura, aber auch hier sind die Naturerlebnisse eindrücklich. „Wenn ich bei frisch gefallenem Schnee morgens in der Frühe durchs Reusstal galoppiere, erleben wir beide – Pferd und Reiterin – ein besonderes Glücksgefühl. Wir fühlen uns eins mit der Natur“, so Corinne Pils.

Reiten lernen mit „Bauchgefühl“

Es ist für die Reitlehrerin von grosser Bedeutung, dass sich beim Lernprozess Reiter und Pferd gut kennen lernen und einander respektieren. Natürlich bleibt der Mensch der „Chef“, der dem Pferd sagt, was zu tun ist. Als Herdentier braucht es einen guten Leader.

Corinne Pils hat es erfahren: Wer nach den „tiergerechten“, klassischen Grundsätzen reitet, spürt eine feine Verbindung mit dem Pferd. So ist es kein Wunder, dass sie vom Virus infiziert blieb und sich noch den jungen Trakehner „El Banderos“ gekauft hat. Seinem Temperament wird die versierte Reiterin auf alle Fälle gerecht. Die Frage, ob Corinne Pils nicht in einen Pferdekanton zügeln wolle, erübrigt sich: „In Attinghausen fühlen sich meine Pferde und ich sehr wohl, und in Flüelen bin ich zuhause“, sagt sie mit Bestimmtheit.

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