Der Kanton Uri ist eine Qualitätsmarke

In Uri heimisch geworden

Folgende Porträts sind in der
Neuen Urner Zeitung erschienen:
René Chappuis

Der Kanton Uri ist eine Qualitätsmarke

René Chappuis berichtet von seinen Erfahrungen als Architekt und Unternehmer

Seit 14 Jahren wirkt der gebürtige Willisauer René Chappuis, als Architekt und Unternehmer, im Kanton Uri, wo er wichtige Projekte konzipieren und realisieren konnte.

Helen Busslinger-Simmen
Obwohl Chappuis bei seiner Bautätigkeit mit den verschiedensten Gremien zu tun hat und seine Projekte einen langen Anlauf benötigen, findet er nur lobende Worte für seine Tätigkeit im Kanton. „Seit 1995 geht es aufwärts, wir haben kompetente Regierungsmitglieder die anpacken und das Notwendige mit Schwung realisieren“, betont er. Nicht umsonst sei der Kanton auf erfreuliche Art im Aufwind, was viele Bewohner sehr schätzen. René Chappuis ist ETH- Architekt und Mitinhaber der CAS Chappuis Aregger Solèr AG, Altdorf, Willisau Luzern und Schüpfheim.

Wünsche der Bauherren oberstes Gebot

Zur Zeit ist das einzige grosse Schwerverkehrszentrum der Schweiz im Bau, ein über 15Millionen-Bau. CAS zeichnet für den Hochbau. „Es ist ein ausserordentlicher Standort, ein Riesenbau, der den Kanton Uri aufwertet und rund 50 Arbeitsplätze schafft“, sagt der Unternehmer. Chappuis freut sich, dass er im Kanton Uri verschiedene wichtige Projekte realisieren konnte und immer noch dran bleiben darf. Er hat denn auch für seine Bautätigkeit einige bemerkenswerte schweizerische Preise gewonnen.

Seine Grundsätze: Zeitgemässe Bauten, hohe gestalterische Qualität, Einhalten von Kostenvorgaben. Als Teamplayer schätzt der Architekt die Mitarbeit seiner zwei Kollegen in der Geschäftsleitung Philipp Aregger und Marco Solèr und seine Mitarbeitenden mit den sieben Lehrlingen.

Wichtige Orte als Lieblingsprojekt

Chappuis Vorliebe gilt der Gestaltung von Zentren, die einem Dorf seinen eigenen Charakter geben. Dabei kann er seine gestalterischen Qualitäten entfalten und seine Kenntnisse des Ortes einbringen. Denn er will Identität schaffen und auf gute Art Heimat-gefühle vermitteln. Zu seinen erfolgreichen Projekten gehören der Dorfplatz Schattdorf, der Umbau des Korporationsgebäudes, der Umbau des Pfarrhauses Altdorf, die Bauleitung für den Schulhausneubau St.Karl,Altdorf die Umgebung des Schlosses Rudenz in Flüelen, um nur einige Projekte im Kanton Uri zu nennen.

Wenn er diese „seine Orte“ wieder besichtigt, bleibt er nicht unberührt, es sind ja fast seine Kinder, die er mit „Herzblut“ betreut hat und denen er viel Zeit und Energie investiert hat. Mit grossem Vergnügen widmet er sich ausgeschriebenen Wettbewerben, aus denen er natürlich nicht immer als Sieger hervorgeht.

Fast ein Urner

Als Chappuis in Cham seine erste Stelle fand, musste er sch vom eher theoretischen Studium an der ETH in die praktischen Bereiche der Bautätigkeit einarbeiten. Bevor er sein eigenes Unternehmen gründete, arbeitete er zwei Jahre im Büro Germann & Achermann in Altdorf. „Die Rezession 1994 war ein Einbruch, dann ging es sehr langsam aufwärts. Ich brauche aber für meine umfangreiche und anspruchsvolle Tätigkeit viel Disziplin“, berichtet er.

Als Luzerner waren ihm die Urner nie fremd, er fühlte sich gleich zuhause. Nur den Urnerdialekt übernahm er nicht, dafür „ürnern“ seine zwei Töchter nach Herzenslust, sie sind in Altdorf heimisch und schmunzeln auch etwa über den Luzerndialekt ihres Vaters. Kaum Zeit findet Chappuis für ein Hobby, denn sein Beruf füllt ihn voll aus. Zweifelsohne ist er mit Leib und Seele mit seinen Bauten verhängt.